Immer Probleme mit der Idendidädd

Wer sind eigentlich die Franken? Keinesfalls Bayern. Wenn ein Franke von „Idendidädd“ spricht, erntet er meist mehr Spott als Verständnis. Historisch kleinteilig gewachsen („fränkisch ist zänkisch“), ist diese Kleinteiligkeit einerseits eine Schwäche, andererseits auch eine Stärke, die sich in einer großen kulturellen Vielfalt der Lebensweisen wiederfindet. Das erschwert die Identitätssuche bis heute. „Franken ist kein flächenhafter Zustand“, beschreibt der Erlanger Landeskundler Professor Hartmut Heller die Region zwischen Altmühltal im Süden und Thüringen in Norden, „sondern eine Summe regionaler Binnendifferenzen“. Fränkischer Kommentar: „Ja mei“. Und wer fränkische Identität verstehen will, braucht Geduld: Der Franke erklärt sich nicht. Er ist einfach da. Still. Beobachtend. Und leicht skeptisch gegenüber allem Neuen wie auch gegenüber den Mächtigen.

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