Die Angst vor Armut schafft ein neues Elend: Wer nichts hat, darf nicht heiraten

Im Franken des 19. Jahrhunderts versuchen der Staat und die Gemeinden, mit einem Heiratsverbot für Menschen ohne Besitz die Armut einzudämmen und Versorgungslasten für die Allgemeinheit zu verhindern. Betroffen sind Tagelöhner, Kleinbauern und Dienstboten und damit breite Teile der Bevölkerung. Die Ehe bleibt Privileg der wirtschaftlich Etablierten und Armut wird zum Ausschlusskriterium für Familienleben. Die Folgen: Ledige Mütter werden ausgegrenzt und ihre unehelichen Kinder haben geringere Überlebenschancen. 1).

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